Digitale Lösungen oder: Warum ein Besucherbuch nicht 300.000 € kosten muss

Die Digitalisierung von Prozessen ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie ist Gegenwart. Doch nicht jede digitale Lösung am Markt ist automatisch die beste Wahl für Ihr Unternehmen.

Manchmal sind es gerade die kleinen Anwendungen, die große Kosten verursachen.

Ein aktuelles Beispiel zeigt das sehr deutlich: Ein Kunde wollte ein simples digitales Besucherbuch einführen.

Die Überraschung: Die verfügbaren Standardlösungen am Markt kosten rund 60.000 € pro Jahr – Hardware, die hinzugebucht werden muss, noch gar nicht enthalten. Über fünf Jahre hinweg summiert sich das auf 300.000 € nur für ein Besucherbuch.

Dabei geht es auch anders. Und genau darum geht es in diesem Beitrag:

Sie erfahren:

  • Warum Standardlösungen oft teurer sind, als sie auf den ersten Blick wirken
  • Wie Sie den Business Case einer Eigenentwicklung berechnen
  • Warum Low-Code-Plattformen hier ein echter Game-Changer sind

Wenn Standardlösungen zur Kostenfalle werden

Viele Unternehmen greifen bei Digitalisierungsprojekten zuerst zu bestehenden Lösungen. Das ist nachvollziehbar:

  • die Funktionen sind bekannt,
  • die Lösung ist am Markt erprobt,
  • der Anbieter verspricht Support und Weiterentwicklung.

Doch der Haken liegt oft bei den Lizenzkosten.

Ein Besucherbuch klingt zunächst nach einer kleinen Anwendung. Doch die Marktanalyse zeigte: Anbieter verlangen dafür teils 60.000 € jährlich. Über fünf Jahre: 300.000 €. Und das nur für eine Funktion, die in der Praxis oft kaum komplexer ist als ein Excel-Formular mit schöner Oberfläche.

Der bessere Weg: Business Case prüfen & Optionen abwägen

Bevor Sie vorschnell in eine Standardlösung investieren, lohnt sich eine einfache Frage:

Rechnet sich das wirklich?

Berechnen Sie den Business Case:

  • Was kostet die Standardlösung (inkl. Lizenzen, Einrichtung, Schulung)?
  • Was kostet eine Eigenentwicklung (inkl. Plattform, interner/externer Umsetzung)?
  • Ab wann amortisiert sich die Investition?

Eine Beispielrechnung:

Standardlösung: 60.000 €/Jahr × 5 Jahre = 300.000 €

Eigenentwicklung mit Low-Code:

  • Plattformkosten: beispielhaft 15.000 €/Jahr
  • Entwicklungskosten (einmalig): ca. 60.000 €

Bereits nach einem Jahr wäre die Eigenentwicklung im Vergleich zur Standardlösung im Plus und würde maßgeschneidert die Anforderungen des Kunden erfüllen, ohne Kompromisse. Noch ein Vorteil: Sobald weitere Apps auf derselben Plattform entwickelt werden, sinken die Lizenzkosten pro Anwendung deutlich.

Warum Low-Code hier besonders punktet

Low-Code-Plattformen wie z.B. Mendix oder OutSystems sind ideal für solche Szenarien:

  • Sie ermöglichen eine schnelle Entwicklung individueller Anwendungen – oft in Wochen statt Monaten.
  • Fachbereiche können aktiv mitarbeiten, wodurch die Lösung genau auf den Bedarf zugeschnitten wird.
  • Die IT behält volle Kontrolle über Architektur, Sicherheit und Governance.

Gerade bei kleineren Anwendungen mit hohem Wiederverwendungspotenzial lohnt sich dieser Ansatz:

Einmal aufgebaut, lassen sich ähnliche Apps schnell nachziehen – ohne jedes Mal von null zu starten.

Praxisbeispiel: Besucherbuch als Startpunkt für eine App-Landschaft

Der Kunde aus unserem Beispiel entschied sich, das Besucherbuch als Pilotprojekt für eine Low-Code-Plattform zu nutzen.

Der Gedanke:

„Wenn wir hier schon in eine Plattform investieren, können wir künftig auch andere Anwendungen darauf entwickeln – von der Urlaubsverwaltung bis zu internen Workflows.“

Das Ergebnis:

  • Das Besucherbuch wird genau auf die Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten.
  • Nach wenigen Monaten ist die Lösung produktiv im Einsatz.
  • Die Kosten liegen deutlich unter denen der Marktlösung – und die Plattform bietet Potenzial für viele weitere Use Cases.

Fazit: Digitalisierung ja, aber bitte mit Augenmaß

Nicht jede fertige Lösung am Markt ist die beste Wahl. Gerade bei scheinbar kleinen Anwendungen lohnt es sich, den Business Case genau zu prüfen.

Mit Low-Code-Plattformen lassen sich maßgeschneiderte Lösungen effizient entwickeln – oft schneller, flexibler und kostengünstiger als gedacht.

Bereit, den Business Case für Ihre Anwendungen zu prüfen?

Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie Sie mit Low-Code individuelle Lösungen entwickeln – die sich wirtschaftlich wirklich lohnen.