Superschnelle modulare Konfiguration ohne Fehlermarge

Mit einer Anwendung für ModuleMakers, einem Startup-Unternehmen des niederländischen Technologieriesen Croonwolter&dros, hat die  LINKIT-Gruppe einen komplexen Konstruktions- und Berechnungsprozess in einem handlichen Programm erfasst.

Bei der Entwicklung eines neuen Gebäudes oder der nachhaltigen Gebäudesanierung gibt es viel zu beachten. So ist beispielsweise zu überlegen, welche Systeme zum Klimamanagement verbaut werden sollen und welche Materialien dafür benötigt werden. Es gibt hier Millionen von Kombinationen von Möglichkeiten verschiedener Rohre und Isoliermaterial bis hin zu Montagehalterungen und Wasserhähnen. So ist dies eine ziemlich komplizierte, fehleranfällige und zeitaufwändige Aufgabe für ModuleMakers. Da sich bei ModuleMakers alles darum dreht, die Arbeit modularer und weniger fehleranfällig zu machen, wandten sie sich für die Transformation dieses Designprozesses an LINKIT. Die Excel-Datei, die manuelle Eingaben erfordert, wurde in ein Programm umgewandelt. In einem gemeinsamen Team haben LINKIT und ModuleMakers die Lösung entwickelt: einen Entscheidungsbaum, der den gesamten Designprozess rationalisiert, sodass genau klar ist, welche Module zu welchem Gebäudetyp passen und die richtigen Kombinationen einfach zusammengestellt werden können.

Energie aus vielen Blickwinkeln

Für ModuleMakers war es nicht das erste Mal, dass sie mit LINKIT zusammengearbeitet haben. Zuvor wurde bereits eine Anwendung entwickelt, mit der Produktingenieure Gebäudesysteme entwerfen konnten. Die neue Fragestellung stellte sich jedoch als komplex heraus: Die bereits entwickelten Produkte mussten vollständig mit einer neuen Anwendung konfigurierbar sein, einschließlich verschiedener Randbedingungen. Denken Sie an die Höhe eines Gebäudes, die Kombination von Dämmmaterial mit Rohren eines bestimmten Durchmessers oder ganz allgemein, ob verschiedene Anschlüsse zusammenpassen. Das Projekt startete daher mit einem Design Sprint, bei dem die Energie sofort gut war. „Wir haben uns mit allen Beteiligten zusammengesetzt, wodurch wir uns ein vollständiges Bild der Herausforderung machen konnten“, sagt Arvid Duijzer, Gründer von ModuleMakers. „Dadurch passt das Ergebnis gut zu den Wünschen und das Projekt bekommt schnell eine hohe Beteiligung.“

Konzentration auf das Wesentliche…

Während des Design-Sprints war es daher wichtig, auf den Kern der Fragestellung zurückzukommen: Wie können wir den Engineering-Prozess optimieren, um sowohl schnellere als auch bessere modulare Konfigurationen zu erstellen? Das gemischte Team, darunter Entwickler von LINKIT und ModuleMakers, kam schließlich darauf, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Jonathan Wigmans, UX-Designer bei LINKIT: „Als wir feststellten, dass diese modularen Produkte tatsächlich mit Standardobjekten und -variablen funktionierten, hatten wir die Bausteine, die wir für die Lösung brauchten. Dadurch konnten wir jede mögliche Produktkonfiguration zusammenstellen.“

…und den Zeichentisch

Das bedeutete, dass am Ende des Design-Sprints sofort ein Prototyp erstellt werden konnte, um zu sehen, ob die Lösung in die richtige Richtung geht. Denn die neue Anwendung musste nicht nur robust und fehlerfrei sein, sie musste auch zugänglich und einfach zu warten sein. „In der Technologiewelt denken die Menschen visuell“, erklärt Arvid. „Durch die direkte Einbindung der Nutzer in den Prozess konnten wir die Unterstützung seitens der Nutzer erhöhen.“ Jonathan stimmt zu: „Es zeigt die Leistungsfähigkeit des Designs, dass wir diese Art von Prozessproblemen lösen können.“

Low-Code für eine schnelle Bearbeitungszeit

Die Anwendung wurde mit Low-Code entwickelt. Während des Design-Sprints validierten die Entwickler sofort die technische Machbarkeit der Ideen, was für einen reibungslosen Entwicklungsstart sorgte. Basierend auf dem visuellen und technischen Design wurde die Lösung in fünf zweiwöchigen Sprints erstellt. Daraus entstand ein Prototyp, dem noch einige Teile hinzugefügt werden mussten, darunter die Struktur für die Datenbank und den Output, der für andere Abteilungen innerhalb von ModuleMakers benötigt wurde.

Diese Anwendung ist daher sicherlich keine Eins-zu-eins-Übersetzung des ursprünglichen Excel-Dokuments. Jonathan erklärt: „Wir haben bei dem, was wir geliefert haben, wirklich auf den größtmöglichen Mehrwert gesetzt. Es ist kein Fragebogen geworden, sondern ein umfangreicher Entscheidungsbaum, mit bedingter Logik und einer zugrunde liegenden Datenbank, die kontinuierlich ergänzt werden kann. Das macht es auch zukunftssicher.“ Das Team entwickelte die Anwendung in erstaunlich kurzer Zeit. ModuleMakers erhielt nach nur zehn Wochen eine voll nutzbare technische Anwendung, von der lediglich die Datenbank gefüllt werden musste. Die Entscheidung für Low Code bedeutete für sie auch, dass sie ihre Anwendung einfach selbst verwalten und bei Bedarf schnell anpassen können, ohne auf LINKIT angewiesen zu sein.

Eine Ersparnis von Anfang bis Ende

Der Produktkonfigurator von ModuleMakers wird von der Kalkulations- und Konstruktionsabteilung innerhalb des Konstruktionsprozesses verwendet. Sie können die verschiedenen Teile auf einem Interface zusammensetzen, woraufhin der Output und die resultierenden Optionen verwendet werden können, um ein passendes Design zu erstellen. Die Zeit, die ModuleMakers damit spart, ist enorm. Arvid: „Mit dieser Anwendung machen wir jetzt zwanzigmal so viele Berechnungen in derselben Zeit, plus: Die Fehlerquote sinkt!“ Jonathan fügt hinzu: „Die Tatsache, dass diese Informationen jetzt in eine Anwendung eingebettet sind, macht Sie als Unternehmen viel widerstandsfähiger gegenüber Veränderungen, beispielsweise in Ihrer Belegschaft, aber auch agiler in Bezug auf die Produkte, die Sie herstellen und liefern.“ Mit der Hinzufügung der Anwendung stärkt ModuleMakers sein Fundament, um Kunden dabei zu unterstützen, mit modularen Produkten effizienter, sauberer und sicherer zu bauen. Zukünftig gibt es sicherlich Optionen für eine weitere Integration dieser Anwendung in andere Prozesse, etwa in die Erstellung von Konstruktionszeichnungen. Arvid: „Der Effekt dieser Innovation ist, dass wir in großem Umfang automatisieren können, nicht nur in einem Teil, sondern im gesamten Prozess vom Kunden bis zur Lieferung.“

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