Entwicklung eines digitalen Supermarktes für Supermärkte

LINKITSYSTEMS erstellt Proof of Concept für eine App zur Anfrage neuer Produkte im Supermarkt

Genau wie Verbraucher ihre Produkte online kaufen, müssen auch Supermärkte Produkte aus der Ferne bestellen oder neue Artikel für ihr Sortiment anfordern. Für einen unserer Kunden, einer großen Supermarktkette, erfolgt dies zentral. Die Kette ist so organisiert, dass jedes Land seine Produkte in der Niederlassung in Deutschland bestellt. Bis vor kurzem geschah dies hauptsächlich durch das Versenden von E-Mails oder das Einreichen von Antragsformularen. Das kostet viel Zeit und Geld und ist zudem anfällig für Fehler.

Durch die Erstellung eines Proof of Concept (PoC) hat LINKITSYSTEMS gemeinsam mit dem Kunden bewiesen, dass es einen besseren Weg gibt, neue Produkte in die Produktpalette aufzunehmen. Mit einer einfachen Web-App ist es jetzt möglich, Produkte direkt aus einem Katalog zu bestellen. Hierbei werden die meisten der angeforderten Daten automatisch ausgefüllt. Jeder Großeinkäufer kann nun aus allen möglichen Produkten der Kette wählen. Ein digitaler Supermarkt für den Supermarkt.

Zeit und Mühe sparen mit digitalen Anfragen

Bisher war die Bearbeitung zahlreicher Anfragen aus aller Welt ein Vollzeitjob für zehn bis 15 Mitarbeiter. Insgesamt müssen zehn bis zwölf Felder ausgefüllt werden, bevor eine einzelne Anfrage durchgeführt werden kann. Darüber hinaus besteht eine erhebliche Wahrscheinlichkeit, dass wichtige Informationen fehlen, wenn alles per Post oder über Formulare angefordert wird.

Schließlich kamen zwei Manager mit dem Vorschlag, diesen Prozess zu innovieren und das Arbeitsleben zu erleichtern. Warum nicht eine App bauen, mit der Supermarkt-Einkäufer neue Produkte für ihr Sortiment einfach anfordern können? Um herauszufinden, ob dies möglich ist, hat LINKITSYSTEMS den Auftrag erhalten, einen PoC dieser App mit Low-Code zu erstellen. Der Sinn der Sache? Um zu überprüfen, ob eine App wirklich eine so einfache Lösung ist, wie die Manager im Sinn hatten. Und natürlich, ob Low-Code für diese Idee am besten geeignet ist.

Herausforderungen bei der digitalen Innovation

Der Aufbau eines PoCs ist nicht nur eine technische Herausforderung, erklärt Jimmy Iliohan, Solution Advisor bei LINKITSYSTEMS. An diesem Projekt war er eng beteiligt. „Auch die richtige Auswahl der zu implementierenden Funktionalitäten ist eine Herausforderung. Der Aufbau eines PoCs erfordert nur eine kurze Zeit, zehn Tage, in denen wir das Konzept beweisen müssen. Das bedeutet, dass wir uns auf eine oder zwei der Kernfunktionen konzentrieren und alles andere weglassen müssen. Um die richtige Auswahl zu treffen, haben wir gemeinsam mit den Product Ownern des Kunden den PoC mit einem Design-Workshop gestartet.“

„Um das Schöne vom Notwendigen zu unterscheiden, haben wir alle Funktionalitäten (oder User Stories) in Kategorien eingeteilt“, fügt Iliohan hinzu. „Unser Hauptaugenmerk lag auf denjenigen, die einfach zu implementieren sind und den größten Einfluss auf die Anwendung haben. Daneben gab es einige Mindestanforderungen, die wir aufbauen mussten, um den Erfolg bestätigen zu können. Sie müssen natürlich auch enthalten sein.“

Anpassung an die Realität

Der Workshop führte zu einem anderen Ergebnis als unserem Ausgangspunkt. Iliohan erklärt: „Ursprünglich war die Idee, einen Instagram-ähnlichen Katalog aufzubauen. Produkte konnte man hier nicht nur bestellen, sondern auch durchblättern und liken. Für den PoC war das viel zu ausführlich. Daher haben wir uns letztendlich auf den Bestellmechanismus konzentriert.“

Entwicklung einer Lösung in Low-Code

Auch die OutSystems-Entwicklerin von LINKITSYSTEMS, Abeer El Assal, war in den gesamten Prozess eingebunden. „Die Verwendung von Low-Code für einen PoC ist eine kluge Wahl“, sagt sie. „Im Gegensatz zu jeder anderen verfügbaren Technologie ist es mit Low-Code möglich, eine App erstaunlich schnell zu erstellen. Dies liegt daran, dass es mit vorgefertigten Codestücken funktioniert, die Sie per Drag & Drop verschieben können, anstatt alles von Grund auf neu schreiben zu müssen. Indem Sie alles in die richtige logische Reihenfolge bringen, können Sie ein schnelles Modell erstellen, um die Hauptfunktionen zu testen. Der Kunde hat uns geholfen, indem sie einige Mock-ups für das Design bereitgestellt haben, die wir als Ausgangspunkt verwenden konnten.“

Progressive Web Apps als Alternative

Wir bauen die App zur Anfrage neuer Produkte im Supermarkt als Progressive Web App, kurz PWA“, erklärt El Assal. Im Gegensatz zu einer normalen (nativen) App laden Sie die PWA nicht auf Ihr Telefon herunter. Es funktioniert als Website in Ihrem Browser, aber mit der zusätzlichen Funktionalität, dass Sie es als direkten Link auf Ihrem Telefon hinzufügen können. Es erscheint auf Ihrem Bildschirm wie jede normale App.“

„Das bedeutet nicht, dass es einfach zu bauen ist“, fährt sie fort. „PWAs haben ihre Eigenarten. Eine davon ist uns aufgefallen, als wir Push-Benachrichtigungen einbinden wollten. Zum Beispiel, wenn Sie einen Antrag gestellt und eine Genehmigung oder Ablehnung erhalten haben. Für Android konnten wir das Problem lösen, aber nicht für IOS. Sie haben es einer PWA unmöglich gemacht, Nachrichten direkt an ihr System zu senden, also mussten wir einen Workaround finden. Letztendlich haben wir uns dafür entschieden, stattdessen SMS-Nachrichten zu versenden, was auch den Zweck erfüllt.“

Das Ergebnis überzeugt

Nach fünfzehn Tagen war der PoC fertig. Ein bisschen spät könnte man meinen, aber LINKITSYSTEMS beschloss, die zehn Tage selbst zu verlängern, um eine bessere Anwendung liefern zu können. Der nächste Schritt war das abschließende Review, bei dem die Product Owner Feedback zum Ergebnis geben. Für Iliohan war dies einer der aufregendsten Momente: „Wir haben besonders gutes Feedback erhalten.“

Was passiert nach einem erfolgreichen Proof of Concept?

Der Hauptgrund für die Durchführung eines PoC besteht natürlich darin, zu sehen, ob es eine Validierung für das Konzept gibt. Danach wird entscheiden, was als nächstes passiert. Laut Iliohan gibt es drei mögliche Szenarien: „Es funktioniert und wir werden den PoC zu einem MVP, einem Minimum Viable Product, ausbauen. Die zweite Möglichkeit ist, dass es nicht funktioniert, aber wir denken, wir können es zum Laufen bringen. Die letzte Möglichkeit ist, dass es komplett fehlschlägt, dann hören wir auf am PoC zu arbeiten.“

Iliohan fährt fort: „Oft ist ein PoC ein Erfolg, manchmal aber auch nicht. Das bedeutet nicht, dass Sie Ihre Investition weggeworfen haben. Gerade bei größeren Projekten und IT-Investitionen lohnt es sich bereits, wenn nur einer von zehn PoC’s erfolgreich ist. Es ist eine großartige Möglichkeit, neue innovative Konzepte gegen begrenzte Investitionen zu testen. Und um Ihrem Unternehmen mehr Geschäftsmöglichkeiten zu sichern.“

Möchten Sie auch innovieren?

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