SEECURE: Wie ein medizinisches Kommunikationstool in Low-Code das Leben für Ärzte einfacher macht

Von Video-Konferenzen zwischen Arzt und Patient bis zur Übermittlung von Modellen für 3D-gedruckte Implantate – ein medizinisches Kommunikationstool kann das Leben für Ärzte einfacher machen. Und das nicht nur in Zeiten von Covid-19, wie das Projekt mit SEECURE zeigt.

Medizinische Kommunikation via Internet

Keith Marks ist Gründer des amerikanischen Unternehmens SEECURE. Er hatte die Idee, ein medizinisches Kommunikationstool zu entwickeln. „Die meiste Kommunikation findet zwischen Ärzten oder Krankenschwestern und ihren Patienten statt“, erklärt Marks. „Vor allem der sichere Versand von Krankenakten ist für unsere Kunden von großer Bedeutung.“

Das Tool musste aber auch für die Kommunikation zwischen Ärzten oder Pflegepersonal geeignet sein. In den USA ist es Pflicht, dass ein Arzt für bestimmte medizinische Eingriffe seine Erlaubnis erteilt. „Unsere Lösung ermöglicht es einem Arzt, sich online mit einer Krankenschwester zu treffen. Dann können sie den Patienten besprechen, Informationen versenden und anschließend freigeben“, schlussfolgert Marks.

Schnelle Entwicklung in Low-Code

Marks erinnert sich noch gut daran, wie alles anfing: „Wir begannen mit sechs Monaten Entwicklung in C# und .Net. Keine schöne Erfahrung. Dann entschied ich mich, um mich weiter mit Low-Code-Plattformen zu befassen. Als ich bei OutSystems ankam, hörte ich auf zu suchen.“

Bei der Low-Code-Plattform OutSystems erfolgt die Programmierung visuell anstelle mit Hilfe einer Programmiersprache. Vorprogrammierte Blöcke können per „Drag-and-Drop“ an der gewünschten Stelle platziert werden. Das gilt für einfache Funktionen wie Blöcke und Schaltflächen. Der Benutzer kann aber auch  ganze Dashboards erstellen. So ist die Entwicklung bis zu sechsmal schneller als die Programmierung in High-Code.

Video-Konferenz in Amerika nach HIPAA-Standard

In den USA gibt es Sicherheitsvorschriften für jede medizinische Kommunikation. Eine Anwendung die medizinische Informationen digital verarbeitet, muss sich ebenfalls an diese HIPAA-Datenschutzbestimmungen halten. Sie sorgen unter anderem dafür, dass patientenbezogene medizinische Informationen vertraulich bleiben. Auch legen sie fest, welche Vorkehrungen getroffen werden müssen um die Vertraulichkeit zu garantieren. 

Das Cloud-Kommunikationstool „Vonage“, eine ähnliche Anwendung wie Zoom oder Microsoft Teams, entspricht dem HIPAA-Standard. Deshalb eignete sie sich perfekt für die Anforderungen des Projektes. Einige Zeit vor dem Projekt mit SEECURE hatte LINKIT die sogenannte „Vonage-Komponente“ bereits in die OutSystems-Plattform integriert. Das machte es möglich, dass auch diese über Drag-and-Drop in eine Anwendung eingebaut werden konnte. Genau zum richtigen Zeitpunkt für SEECURE.

Maßgeschneiderte Lösungen für große Herausforderungen

Die größte Herausforderung bestand darin, eine Funktion zum Senden von Dateien einzurichten. Zwar stellt Vonage ein API nach HIPAA-Standard zur Verfügung, allerdings können hier nur Dateien mit einer Größe von maximal acht Kilobyte übertragen werden. Die Lösung zu dieser komplexen Frage benötigte viel Kreativität. Jede Datei wird jetzt in kleine Stücke aufgeteilt. Danach wird sie an den Empfänger gesendet, und dort wieder zusammengesetzt. Der Benutzer merkt davon glücklicherweise nichts. Denn alles geschieht rasend schnell.

Lebenswichtige Kommunikation in Brasilien

Auch in Brasilien ist SEECURE mit medizinischer Kommunikation beschäftigt: „Unser Kunde dort stellt Produkte für Neurochirurgen her. Er brauchte ein System, mit dem er sehr schnell (just-in-time) Bestellungen aufgeben kann. Wenn beispielsweise jemand einen Hirnschaden erleidet, kann der beschädigte Teil durch ein Implantat ersetzt werden. Diese Implantate werden mit einem 3D-Drucker erstellt. Sie können sich also vorstellen, dass eine schnelle und genaue Kommunikation entscheidend ist.“

Digitale Innovation durch Covid-19

Sowohl Brasilien als auch die USA sind stark vom Coronavirus betroffen. Hierdurch hat das Projekt eine ganz neue Dimension bekommen. Wie an diesem Projekt zu sehen ist, gab es auch ohne Corona schon einen großen Markt für ein sicheres medizinisches Kommunikationstool. Seit dem Ausbruch von Covid-19 ist die Nachfrage nur noch größer geworden. „Corona verändert die Medizinkultur komplett und beeinflusst die Arbeitsweise wahrscheinlich noch jahrelang“, schließt Marks.

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